Eine Biografie zwischen Welten.
Führung, Fundraising, chinesisches Denken, Aikido und verkörperte Wahrnehmung.
Erfahrung und Erfahrungsräume
Ich schöpfe aus einem breiten Erfahrungshintergrund.
Er speist sich einerseits aus vielen Jahren der Zusammenarbeit mit Führungspersönlichkeiten, Vorständen, Unternehmer:innen und Entscheidungsträger:innen in Wissenschaft, Bildung, Philanthropie und Zivilgesellschaft.
Andererseits gründet er in kontemplativen Quellen und Erfahrungsräumen: chinesischer Philosophie, chinesischer Kalligrafie sowie der Arbeit mit formbaren Materialien wie Ton oder Lehm.
Eine mehr als 30-jährige Praxis des Aikido – heute trage ich den 4. Dan – bildet einen wesentlichen Erfahrungsraum meiner Arbeit. Sie hat mich darin geschult, auch unter Druck unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, Dynamiken frühzeitig wahrzunehmen und Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.
Meine Aikido-Praxis habe ich durch eine Ausbildung am Strozzi Institute in Kalifornien vertieft. Dort wurde ich als Somatic Coach ausgebildet – mit einem besonderen Fokus auf verkörperte Wahrnehmung, Präsenz und Handlungsfähigkeit unter Druck.
Stationen
Ich habe Sinologie studiert, zwei Jahre in Shanghai gelebt und spreche bis heute Mandarin.
Vierzehn Jahre habe ich in Kalifornien verbracht, wo ich an einer Privatschule und an der University of California Santa Cruz tätig war. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete ich am European Molecular Biology Laboratory.
Heute bin ich Partnerin bei Brakeley, einer internationalen Fundraising-Beratung, und arbeite eng mit Führungskräften und Gremien großer und kleiner Organisationen.
Fundraising verstehe ich nicht primär als Ressourcenfrage. Für mich ist es eine Führungsfrage, die mich schon seit vielen Jahren beschäftigt.
2021 habe ich dazu das Buch Mit Haltung zum Wandel. Plädoyer für eine authentische Kultur der Unternehmensführung veröffentlicht (ISBN 978-3-96238-375-5). Es wird demnächst auch auf Englisch erscheinen.
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Wirkung entsteht dort, wo Orientierung, Verantwortung und gemeinsames Handeln zusammenkommen.
Die Frage, die mich begleitet
Wie entsteht Urteilsvermögen unter Unsicherheit?
Wie behalten Menschen den Überblick, wenn vieles gleichzeitig geschieht? Wie nehmen sie ihre Verantwortung wahr, wenn Gewissheit fehlt? Wie wird aus einer Entscheidung eine Handlung, der andere folgen können?
Impulse aus der chinesischen Naturphilosophie – insbesondere dem philosophischen Daoismus – nutze ich nicht als Lehre, sondern als Denkrahmen für Wandel, Timing und Angemessenheit.
Aikido hat mich gelehrt, Druck nicht mit Gegendruck zu beantworten, sondern die Situation anders wahrzunehmen.
Kalligrafie und die Arbeit mit Ton führen diese Erfahrung auf andere Weise fort: Kalligrafie lässt ein gesehenes Bild durch den eigenen Körper gehen und wieder Form annehmen; Ton und Lehm rufen das Gespür für das Organische und Natürliche auf.
Wenn Sie sich hier wiederfinden, freue ich mich auf ein Gespräch.
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